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Rasensaat oder Rollrasen? Der komplette Leitfaden zur Rasen-Neuanlage

Einen neuen Rasen anzulegen ist eine der lohnendsten Gartenarbeiten – aber auch eine der anspruchsvollsten. Ob Sie sich für Rasensaat oder Rollrasen entscheiden, die Bodenvorbereitung ist in beiden Fällen der entscheidende Erfolgsfaktor. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Methode für Ihren Garten die richtige ist und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.

Inhaltsverzeichnis
1Rasensaat oder Rollrasen – ein Kostenvergleich2Boden vorbereiten – der wichtigste Schritt3Der beste Zeitpunkt für die Neuanlage
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Rasensaat oder Rollrasen – ein Kostenvergleich

Rasensaat ist deutlich günstiger: Hochwertiges RSM-Saatgut kostet etwa 3–5 € pro Quadratmeter inklusive Dünger und Erde. Rollrasen liegt bei 5–10 € pro Quadratmeter für das Material plus 3–5 € Verlegekosten pro Quadratmeter, wenn Sie einen Fachbetrieb beauftragen.

Für 100 m² zahlen Sie bei Rasensaat etwa 300–500 €, bei Rollrasen mit Verlegung 800–1.500 €. Dafür haben Sie bei Rollrasen sofort eine geschlossene Fläche, während Rasensaat 6–8 Wochen braucht. Rollrasen eignet sich besonders für kleine Flächen, Hanglagen oder wenn schnelle Ergebnisse gewünscht sind.

Tipp

Holen Sie für Rollrasen mehrere Angebote ein. Die Qualität variiert stark, und lokale Rasenschulen sind oft günstiger als große Baumärkte.

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Boden vorbereiten – der wichtigste Schritt

Die Bodenvorbereitung ist der wichtigste Schritt bei der Rasen-Neuanlage und entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Planen Sie hierfür genug Zeit ein.

1. Entfernen Sie alte Vegetation, Steine und Bauschutt vollständig. 2. Fräsen oder graben Sie den Boden 15–20 cm tief um. 3. Verbessern Sie die Bodenstruktur: Arbeiten Sie bei schwerem Lehmboden Sand ein (5–10 l/m²), bei sandigem Boden Kompost oder Rasenerde. 4. Ebnen Sie die Fläche sorgfältig mit einem Rechen. Achten Sie auf ein leichtes Gefälle vom Haus weg. 5. Walzen Sie den Boden an und lassen Sie ihn 2–3 Wochen ruhen. 6. Entfernen Sie aufgekeimtes Unkraut und ebnen Sie erneut ein.

Achtung

Sparen Sie nicht an der Bodenvorbereitung. Fehler in diesem Schritt lassen sich später kaum noch korrigieren und begleiten Sie jahrelang.

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Der beste Zeitpunkt für die Neuanlage

Für Rasensaat ist der ideale Zeitpunkt Ende August bis Mitte September. Die Bodentemperaturen sind hoch, die Niederschläge nehmen zu und es gibt weniger Konkurrenz durch Unkraut als im Frühjahr. Alternativ eignet sich April bis Mai.

Rollrasen kann grundsätzlich von März bis November verlegt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Die beste Zeit ist aber ebenfalls der Herbst oder das Frühjahr. Vermeiden Sie die Verlegung im Hochsommer, da Rollrasen bei Hitze schnell austrocknet und intensiv gewässert werden muss.

Tipp

Beginnen Sie mit der Bodenvorbereitung vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Saat- oder Verlegetermin. So hat der Boden Zeit, sich zu setzen.

FAQ

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis gesäter Rasen belastbar ist?+

Nach der Aussaat vergehen etwa sechs bis acht Wochen, bis die Grasnarbe geschlossen und leicht belastbar ist. Voll belastbar wird der Rasen erst nach einer vollen Vegetationsperiode – also etwa nach einem halben Jahr bei guter Pflege.

Kann ich Rollrasen selbst verlegen?+

Ja, das ist durchaus machbar. Verlegen Sie die Bahnen dicht an dicht versetzt wie Mauerwerk. Arbeiten Sie zügig – Rollrasen muss am Liefertag verlegt werden, da er schnell austrocknet. Walzen Sie die Fläche anschließend an und wässern Sie sofort intensiv.

Muss ich vor der Neuanlage eine Bodenanalyse machen?+

Eine Bodenanalyse ist sehr empfehlenswert und kostet nur 20–30 €. Sie zeigt den pH-Wert, Nährstoffgehalt und die Bodenart an. So können Sie den Boden gezielt verbessern und den richtigen Dünger wählen.

Wie viel Erde brauche ich für die Neuanlage?+

Rechnen Sie mit etwa 3–5 cm Rasenerde als oberste Schicht, das sind 30–50 Liter pro Quadratmeter. Bei sehr schlechtem Boden kann eine dickere Schicht nötig sein. Verwenden Sie spezielle Rasenerde, keine allgemeine Blumenerde.

Lohnt sich ein Mähroboter bei neuer Rasenfläche?+

Ein Mähroboter eignet sich hervorragend für neue Rasenflächen, da er häufig schneidet und so eine dichte Grasnarbe fördert. Verlegen Sie das Begrenzungskabel gleich bei der Neuanlage – das spart später Arbeit. Warten Sie aber die ersten drei Monate ab.

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