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Rasen vertikutieren

Rasenfilz entfernen für einen gesunden, dichten Rasen

Vertikutieren ist eine der wirksamsten Maßnahmen für einen gesunden Rasen. Dabei werden Rasenfilz, Moos und abgestorbene Pflanzenreste aus der Grasnarbe entfernt, sodass Luft, Wasser und Nährstoffe wieder besser an die Wurzeln gelangen. Wer regelmäßig vertikutiert, beugt Staunässe und Moosbefall vor und fördert ein kräftiges, dichtes Wachstum der Gräser.

Inhaltsverzeichnis
1Wann ist der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren?2Wie erkenne ich Rasenfilz?3Schritt für Schritt vertikutieren4Vertikutierer kaufen oder mieten?5Nach dem Vertikutieren
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Wann ist der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren?

Der ideale Zeitpunkt zum Vertikutieren liegt zwischen April und Mai, wenn der Rasen bereits aktiv wächst und die Bodentemperatur dauerhaft über 8 °C liegt. In dieser Phase kann sich die Grasnarbe schnell regenerieren.

Ein zweiter möglicher Termin ist der September. Die Herbstbehandlung eignet sich besonders, wenn im Frühjahr keine Zeit war oder der Rasen stark verfilzt ist. Vermeiden Sie Vertikutieren im Hochsommer bei Hitze und Trockenheit, da der Rasen sich dann nur langsam erholt.

Tipp

Prüfen Sie die Bodentemperatur mit einem Bodenthermometer in 5 cm Tiefe. Ab 8 °C können Sie loslegen.

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Wie erkenne ich Rasenfilz?

Rasenfilz ist eine dichte Schicht aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Moos und Wurzelresten zwischen den Grashalmen und der Erdoberfläche. Um ihn zu erkennen, machen Sie den Fingertest: Schieben Sie Ihre Finger durch die Grasnarbe bis zum Boden.

Spüren Sie eine schwammige, filzige Schicht, ist Vertikutieren nötig. Ab einer Filzdicke von etwa 1 cm sollten Sie handeln. Dünnere Schichten sind normal und sogar nützlich, da sie den Boden vor Austrocknung schützen.

Tipp

Stechen Sie ein kleines Rasenstück mit einem Messer aus und betrachten Sie den Querschnitt – so sehen Sie die Filzschicht am deutlichsten.

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Schritt für Schritt vertikutieren

1. Mähen Sie den Rasen auf etwa 2–3 cm Höhe ab – kürzer als gewöhnlich. 2. Stellen Sie den Vertikutierer auf eine Arbeitstiefe von 2–3 mm ein. Die Messer sollen den Filz anritzen, aber nicht tief in die Erde schneiden. 3. Fahren Sie zügig in Bahnen über den Rasen. Für stark verfilzte Flächen empfiehlt sich ein zweiter Durchgang im Kreuzverfahren (quer zum ersten).

4. Entfernen Sie das herausgerissene Material gründlich mit einem Rechen oder Rasenlüfter. 5. Düngen Sie den Rasen mit einem Frühjahrsdünger. 6. Wässern Sie die Fläche durchdringend, damit sich die Grasnarbe schnell erholen kann.

Achtung

Stellen Sie den Vertikutierer nie zu tief ein. Schnitte tiefer als 3 mm beschädigen die Graswurzeln und hinterlassen kahle Stellen.

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Vertikutierer kaufen oder mieten?

Für die meisten Hobbygärtner lohnt sich das Mieten eines Vertikutierers, da das Gerät nur ein- bis zweimal im Jahr zum Einsatz kommt. Im Baumarkt oder Gartencenter kostet die Tagesmiete zwischen 30 und 60 €.

Wer einen eigenen Vertikutierer kaufen möchte, hat die Wahl: Elektro-Vertikutierer kosten zwischen 80 und 200 € und eignen sich für Flächen bis 300 m². Benzin-Vertikutierer liegen bei 200 bis 500 €, sind leistungsstärker und für große Gärten die bessere Wahl. Handvertikutierer ab 30 € taugen nur für sehr kleine Flächen.

Tipp

Achten Sie beim Mieten darauf, dass die Messer scharf sind. Stumpfe Messer reißen die Grasnarbe, statt sie sauber zu schneiden.

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Nach dem Vertikutieren

Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen zunächst mitgenommen aus – das ist völlig normal. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um kahle Stellen mit Rasensamen nachzusäen. Verwenden Sie eine hochwertige Nachsaat-Mischung und verteilen Sie 15–20 g pro Quadratmeter.

Düngen Sie den Rasen mit einem stickstoffbetonten Frühjahrsdünger, um das Wachstum anzuregen. Wässern Sie in den folgenden zwei bis drei Wochen regelmäßig, damit die frische Saat keimen kann. Schonen Sie die Fläche und betreten Sie sie möglichst wenig, bis sich die Grasnarbe geschlossen hat.

Tipp

Kombinieren Sie Nachsaat und Düngung mit einer dünnen Schicht Rasenerde (3–5 mm). Das verbessert den Bodenkontakt der Samen erheblich.

FAQ

Häufige Fragen

Wie oft sollte man den Rasen vertikutieren?+

In der Regel reicht einmal jährlich im Frühling. Stark beanspruchte oder moosige Rasenflächen profitieren von einem zweiten Durchgang im September. Öfter als zweimal pro Jahr sollten Sie nicht vertikutieren, um die Grasnarbe nicht zu schwächen.

Kann ich auch im Herbst vertikutieren?+

Ja, September ist ein guter Zeitpunkt. Der Boden ist noch warm, und die Herbstfeuchtigkeit fördert die Regeneration. Vermeiden Sie jedoch Oktober oder später, da der Rasen vor dem Winter nicht mehr ausreichend Zeit hat, sich zu erholen.

Was ist der Unterschied zwischen Vertikutieren und Aerifizieren?+

Beim Vertikutieren wird Rasenfilz aus der Oberfläche geritzt. Beim Aerifizieren werden Löcher in den Boden gestochen, um verdichteten Boden zu lockern. Beide Maßnahmen ergänzen sich, haben aber unterschiedliche Ziele.

Soll ich vor oder nach dem Düngen vertikutieren?+

Erst vertikutieren, dann düngen. Durch das Vertikutieren wird der Filz entfernt und die Bodenoberfläche geöffnet. So kann der Dünger besser eindringen und die Nährstoffe erreichen direkt die Graswurzeln.

Mein Rasen ist nach dem Vertikutieren ganz braun – ist das normal?+

Ja, das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Der Rasen erholt sich innerhalb von zwei bis vier Wochen. Wässern Sie regelmäßig und düngen Sie, um das Wachstum zu unterstützen. Säen Sie kahle Stellen nach.

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