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Rasenfilz im Rasen

Die unsichtbare Schicht, die Ihren Rasen erstickt

Rasenfilz ist eine Schicht aus abgestorbenem Pflanzenmaterial, die sich zwischen der Grasnarbe und dem Boden ansammelt. Eine dünne Schicht unter 1 cm ist normal und sogar nützlich. Wird die Filzschicht jedoch dicker als 1 cm, behindert sie die Wasser- und Nährstoffaufnahme, fördert Staunässe und bietet Pilzkrankheiten einen idealen Nährboden. Regelmäßiges Vertikutieren ist die wichtigste Gegenmaßnahme.

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So erkennen Sie Rasenfilz

Eine braune, filzige Schicht wird beim Ausstechen einer Rasenprobe zwischen Gras und Boden sichtbar

Wasser versickert nach Regen oder Bewässerung nur sehr langsam

Der Rasen fühlt sich schwammig und federnd an beim Betreten

Moos und Pilzkrankheiten treten vermehrt auf

Grasnarbe erscheint dünn und kraftlos trotz regelmäßiger Düngung

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Ursachen

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Fehlender oder zu seltener Vertikutiergang

02

Übermäßige Stickstoffdüngung beschleunigt den Filzaufbau

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Saurer Boden (niedriger pH-Wert) verlangsamt den natürlichen Abbau

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Verdichteter Boden hemmt die Aktivität von Mikroorganismen

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Regelmäßiges Auffangen des Schnittguts fehlt (bei sehr starkem Wachstum)

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Behandlung - Was wirklich hilft

Methode 01

Vertikutieren

Den Rasen mit einem Vertikutierer in Längs- und Querrichtung bei einer Arbeitstiefe von 2-3 mm bearbeiten. Das herausgelöste Material gründlich zusammenrechen und entsorgen. Den Rasen vorher auf 2 cm kurz mähen.

Zeitpunkt: April bis Mai oder September
Methode 02

Aerifizieren und Besanden

Nach dem Vertikutieren den Rasen mit einer Aerifizierungsgabel oder einem Hohlspoon-Aerifizierer behandeln. Anschließend gewaschenen Sand (0-2 mm Körnung) dünn einarbeiten, um die Bodenstruktur zu verbessern.

Zeitpunkt: Frühling oder Herbst, nach dem Vertikutieren
Methode 03

Nachsaat und Düngung

Nach dem Vertikutieren die gelichteten Stellen mit frischem Rasensamen nachsäen und einen organischen Rasendünger ausbringen, um die Regeneration zu fördern und die Bodenbiologie zu aktivieren.

Zeitpunkt: Direkt nach dem Vertikutieren
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Vorbeugung

Mindestens einmal jährlich im Frühling vertikutieren

Stickstoffdüngung nicht übertreiben, bedarfsgerechte Mengen einhalten

Den pH-Wert regelmäßig prüfen und bei Bedarf kalken (Ziel: 5,5-6,5)

Mulchmähen nur bei moderatem Wachstum, bei starkem Wuchs Schnittgut auffangen

Jährlich im Herbst aerifizieren und besanden

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Wann und wo tritt Rasenfilz auf?

Risikosaison

Ganzjährig, Kontrolle im Frühling empfohlen

Betroffene Klimazonen
Ganz DeutschlandBesonders auf schweren, lehmigen BödenRegenreiche Regionen
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Häufige Fragen zu Rasenfilz

Wie dick darf die Rasenfilzschicht sein?+

Bis zu 1 cm Rasenfilz ist normal und sogar nützlich als leichter Verdunstungsschutz. Ab 1,5 cm wird er problematisch und sollte durch Vertikutieren reduziert werden. Messen Sie mit einem Messer im Rasen.

Wie oft sollte ich vertikutieren?+

Für die meisten Rasen reicht einmal jährlich im April oder Mai. Bei starker Filzbildung kann ein zweiter Durchgang im September sinnvoll sein. Vertikutieren Sie nie bei Frost oder extremer Hitze.

Kann ich Rasenfilz auch ohne Vertikutierer entfernen?+

Bei kleinen Flächen können Sie eine Vertikutierharke verwenden. Für Flächen über 50 m² lohnt sich das Ausleihen eines motorisierten Vertikutierers, der deutlich effektiver und gleichmäßiger arbeitet.

Schadet Vertikutieren dem Rasen?+

Direkt nach dem Vertikutieren sieht der Rasen mitgenommen aus. Das ist normal und gewollt. Innerhalb von 3-4 Wochen regeneriert er sich und wächst dichter als zuvor. Nachsaat beschleunigt die Erholung.

Fördert Mulchmähen den Rasenfilz?+

Bei normaler Mähfrequenz nicht. Das feine Schnittgut wird von Mikroorganismen schnell abgebaut. Nur bei sehr seltenem Mähen oder übermäßiger Düngung kann Mulchmähen den Filzaufbau leicht fördern.

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