Trockenheitsschäden im Rasen
Richtig wässern statt den Rasen verdursten lassen
Trockenheitsschäden entstehen, wenn der Rasen über längere Zeit zu wenig Wasser erhält. Anders als Pilzkrankheiten zeigen sie eine gleichmäßige, großflächige Braunfärbung ohne kreisförmige Muster. Die Grashalme falten sich der Länge nach zusammen, um die Verdunstung zu reduzieren. Fußspuren bleiben über 20 Minuten sichtbar, da den Halmen die Spannkraft fehlt. Mit richtiger Bewässerung erholt sich der Rasen meist vollständig.
So erkennen Sie Trockenheitsschäden
Gleichmäßige, großflächige Braunfärbung ohne kreisförmige Muster
Grashalme falten sich der Länge nach zusammen und wirken schmal
Fußspuren im Rasen bleiben länger als 20 Minuten sichtbar
Der Rasen verfärbt sich von graugrün über strohgelb zu braun
Trockenstellen beginnen an Hanglagen und Südseiten des Gartens
Ursachen
Zu seltene oder zu oberflächliche Bewässerung
Längere Hitze- und Trockenperioden im Hochsommer
Sandige Böden, die Wasser schlecht speichern
Zu kurzes Mähen, das die Verdunstung erhöht und Wurzeln verkürzt
Frisch verlegter Rollrasen, der noch nicht tief verwurzelt ist
Behandlung - Was wirklich hilft
Tiefenwässerung durchführen
Den Rasen mit mindestens 25 mm Wasser auf einmal durchdringend bewässern. Das entspricht etwa 25 Litern pro Quadratmeter. Am besten morgens zwischen 5 und 8 Uhr gießen, um Verdunstung zu minimieren.
Mähhöhe erhöhen
Die Schnitthöhe sofort auf 5-6 cm anheben. Längere Halme beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und fördern tieferes Wurzelwachstum. Nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal kürzen.
Bodenvorbereitung für bessere Wasseraufnahme
Bei stark ausgetrocknetem Boden zunächst mit einem Netzmittel (Wetting Agent) behandeln, da trockener Boden Wasser abweist. Anschließend in mehreren kurzen Intervallen wässern, bis der Boden durchfeuchtet ist.
Vorbeugung
Selten, aber durchdringend wässern (2-3 Mal pro Woche je 20-25 mm statt täglich wenig)
Trockenheitstolerante Grassorten wie Rohrschwingel und Wiesenrispe in die Mischung aufnehmen
Mähhöhe ganzjährig bei mindestens 4 cm halten, im Sommer 5-6 cm
Mulchmähen, um den Boden vor Austrocknung zu schützen
Im Herbst aerifizieren und besanden, um die Wasseraufnahme des Bodens zu verbessern
Wann und wo tritt Trockenheitsschäden auf?
Juni bis August
Häufige Fragen zu Trockenheitsschäden
Erholt sich brauner Rasen nach Trockenheit wieder?+
Ja, in den meisten Fällen. Die Gräser ziehen sich in die Wurzeln zurück und treiben bei Regen oder Bewässerung wieder aus. Nur bei extremer Trockenheit über viele Wochen sterben die Wurzeln endgültig ab.
Wie viel Wasser braucht der Rasen pro Woche?+
Im Sommer benötigt der Rasen etwa 25-30 mm Wasser pro Woche. Am besten in zwei durchdringenden Gaben aufteilen. Ein Regenmesser hilft, die genaue Menge zu kontrollieren.
Ist tägliches leichtes Gießen sinnvoll?+
Nein, tägliches oberflächliches Gießen fördert flache Wurzeln und macht den Rasen noch anfälliger für Trockenheit. Besser ist seltenes, aber tiefgründiges Wässern mit 15-25 mm pro Gabe.
Soll ich im Sommer weiter mähen?+
Ja, aber seltener und höher. Stellen Sie die Schnitthöhe auf 5-6 cm und mähen Sie nur alle 10-14 Tage. Nie bei großer Hitze mähen, sondern abends oder an bewölkten Tagen.
Welcher Rasensprenger ist am effizientesten?+
Versenkregner und Getrieberegner verteilen Wasser am gleichmäßigsten. Kreisregner verschwenden durch Wind oft viel Wasser. Bewässern Sie immer morgens, um die Verdunstung zu minimieren.