Unkraut im Rasen im Rasen
Ein dichter Rasen ist der beste Unkrautschutz
Unkräuter wie Löwenzahn, Wegerich und Klee siedeln sich dort an, wo die Grasnarbe Lücken aufweist. Die wirksamste Strategie gegen Unkraut ist ein dichter, gesunder Rasen, der keine Lücken bietet. Einzelne Pflanzen können von Hand ausgestochen werden, bei großflächigem Befall helfen selektive Herbizide. Langfristig verhindern regelmäßige Nachsaat und angepasste Pflege das erneute Einwandern von Wildkräutern.
So erkennen Sie Unkraut im Rasen
Breitblättrige Pflanzen wie Löwenzahn ragen deutlich über die Grasnarbe hinaus
Klee bildet flache, ausläuferartige Teppiche mit weißen Blüten
Wegerich bildet flache Rosetten, die den Rasen verdrängen
Kahle Stellen und lückige Grasnarbe begünstigen neue Unkrautansiedlung
Im Frühjahr keimen besonders viele einjährige Unkräuter in bestehenden Lücken
Ursachen
Lückige Grasnarbe durch falsche Pflege oder Trockenheitsschäden
Zu kurzes Mähen (unter 3,5 cm) schwächt die Gräser und fördert Unkraut
Nährstoffmangel, besonders Stickstoff, macht den Rasen konkurrenzschwach
Verdichteter Boden bevorzugt Unkräuter wie Wegerich und Löwenzahn
Fehlende Nachsaat nach dem Winter lässt Lücken offen
Behandlung - Was wirklich hilft
Manuelles Ausstechen
Einzelne Unkräuter mit einem Unkrautstecher mitsamt der gesamten Pfahlwurzel entfernen. Bei Löwenzahn muss die Wurzel mindestens 15 cm tief ausgestochen werden, um Nachwachsen zu verhindern.
Selektives Herbizid
Ein selektives Rasenherbizid auf Basis von MCPA oder Mecoprop aufbringen. Es wirkt gezielt gegen breitblättrige Unkräuter, ohne die Gräser zu schädigen. Nicht bei Temperaturen über 25 °C anwenden.
Nachsaat zur Verdrängung
Nach der Unkrautentfernung die entstandenen Lücken sofort mit Rasensamen nachsäen. Eine dichte Grasnarbe ist der beste langfristige Schutz gegen erneutes Einwandern von Unkraut.
Vorbeugung
Regelmäßig im Frühling und Herbst nachsäen, um die Grasnarbe dicht zu halten
Mähhöhe niemals unter 3,5-4 cm einstellen
Drei- bis viermal jährlich bedarfsgerecht düngen
Verdichtungen durch jährliches Aerifizieren aufbrechen
Mulchmähen liefert den Gräsern zusätzliche Nährstoffe und schließt Lücken
Wann und wo tritt Unkraut im Rasen auf?
März bis Oktober
Häufige Fragen zu Unkraut im Rasen
Ist Klee im Rasen wirklich ein Problem?+
Klee ist nicht schädlich und bindet sogar Stickstoff im Boden. Viele Gartenbesitzer tolerieren ihn. Wenn Sie einen reinen Zierrasen wünschen, deutet Klee auf Stickstoffmangel hin, der durch Düngung behoben werden kann.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Unkrautbekämpfen?+
Mai und September sind ideal. Im Mai sind die Unkräuter jung und empfindlich, im September kann vor dem Winter nachgesät werden. Vermeiden Sie Herbizide bei großer Hitze oder Trockenheit.
Schadet Rasen-Unkrautvernichter den Gräsern?+
Selektive Herbizide für Rasen sind so formuliert, dass sie nur breitblättrige Pflanzen schädigen. Bei korrekter Dosierung bleiben die Gräser unversehrt. Halten Sie sich unbedingt an die Herstellerangaben.
Kann ich Unkraut durch Mulchmähen unterdrücken?+
Mulchmähen stärkt den Rasen durch Nährstoffrückführung und fördert eine dichtere Grasnarbe. Es allein beseitigt kein vorhandenes Unkraut, hilft aber langfristig, neues Unkraut zu unterdrücken.
Warum kommt das Unkraut immer wieder?+
Unkrautsamen überleben jahrelang im Boden. Solange Lücken in der Grasnarbe bestehen, keimen sie erneut. Nur eine dauerhaft dichte, gesunde Grasnarbe verhindert das Nachwachsen langfristig.