Rollrasen für 200 m²: Rollen, Verschnitt und Kosten
Für 200 Quadratmeter bestellen Sie bei geraden Kanten 204 bis 206 Rollen, bei verwinkeltem Zuschnitt 210 bis 220. Der Unterschied ist der Verschnitt, und er entscheidet sich allein an der Form Ihrer Fläche. Was diese Größe logistisch bedeutet, steht unter der Tabelle.
Rollenzahl für 200 m² nach Zuschnitt
| Zuschnitt | Verschnitt | Bestellfläche | Rollen |
|---|---|---|---|
| Rechteckig, gerade Kanten | 2 bis 3 % | 204,0 bis 206,0 m² | 204 bis 206 |
| Verwinkelt, Rundungen oder Beete | 5 bis 10 % | 210,0 bis 220,0 m² | 210 bis 220 |
Was 200 m² Rollrasen in der Praxis bedeuten
Zweihundert Quadratmeter Rollrasen sind eine Investition, bei der sich die Grundsatzfrage neu stellt. Der Materialpreis erreicht hier eine Größenordnung, in der die Ansaat als Alternative ernsthaft zu prüfen ist — nicht weil Rollrasen schlechter wäre, sondern weil er derselbe Rasen ist, nur früher. Wer die Fläche im laufenden Jahr nicht dringend braucht und ins Herbstfenster von Ende August bis Mitte Oktober säen kann, spart einen erheblichen Betrag und bekommt nach einer Saison dieselbe Qualität.
Gegen die Ansaat sprechen auf dieser Größe drei Dinge, und wenn eines davon zutrifft, ist Rollrasen die richtige Wahl. Erstens Hanglage: Auf geneigten Flächen sichern die Soden sofort gegen Erosion, während eine Ansaat beim ersten Starkregen abgeschwemmt wird. Zweitens ein Termin, der nicht verschiebbar ist. Drittens ein Sommer mit Wasserentnahme-Beschränkungen — dann ist eine Ansaat, die vier Wochen konstant feucht gehalten werden muss, schlicht nicht durchführbar, während frisch verlegter Rollrasen zwar auch täglich Wasser braucht, aber nur rund drei Wochen lang und mit sofort sichtbarem Ergebnis.
Logistisch sind zweihundert Quadratmeter zwei Paletten und rund fünf Tonnen. Das Verlegen an einem Tag verlangt drei bis vier Personen, sonst überschreiten Sie die 24-Stunden-Frist, innerhalb derer die Soden verlegt sein müssen. Kalkulieren Sie außerdem die Posten mit ein, die nicht im Quadratmeterpreis stehen: die Bodenvorbereitung, die bei Rollrasen sorgfältiger ausfallen muss als bei einer Ansaat, die Entsorgung der alten Grasnarbe und den Starterdünger. Erst mit diesen Positionen ist der Preisvergleich zur Ansaat ehrlich.
Wäre eine Ansaat für 200 m² die bessere Wahl?
Rollrasen ist nach 2 bis 3 Tage vorsichtig begehbar und nach rund 2 Wochen normal nutzbar. Eine Ansaat derselben 200 m² braucht 8 bis 10 Wochen bis zu vergleichbarer Belastbarkeit — kostet beim Material aber nur einen Bruchteil. Die ehrliche Frage lautet also nicht, was besser ist, sondern ob Sie die Zeit haben. Wer bis zum nächsten Herbstfenster warten kann, spart erheblich; was Saatgut für diese Fläche kostet, rechnet der Saatgut-Rechner aus. Gegen das Warten sprechen Hanglagen, feste Termine und Sommer mit Wasserentnahme-Beschränkungen.
Eigene Werte für 200 m² durchrechnen
Tragen Sie den Quadratmeterpreis Ihres Anbieters ein — Rollrasenpreise schwanken regional und saisonal stark, ein Durchschnittswert hilft Ihnen wenig. Die Fläche ist bereits gesetzt.
Für 200 m² bestellen Sie bei diesem Zuschnitt 204 bis 206 Rollen, also 204,0 bis 206,0 m² inklusive Verschnitt. Eine Rolle deckt rund einen Quadratmeter.
Bei geraden Kanten fällt wenig Verschnitt an: Sie schneiden nur an den Rändern zu, und die Reststücke lassen sich meist in der nächsten Bahn weiterverwenden.
Rollrasen ist verderbliche Ware: Die Soden erwärmen sich gerollt von innen und müssen innerhalb von 24 Stunden nach Lieferung verlegt sein, im Hochsommer besser am selben Vormittag. Bestellen Sie auf einen Tag, an dem Sie und Ihre Helfer Zeit haben.
Saat oder Rollrasen? Rollrasen ist nach 2 bis 3 Tage vorsichtig begehbar und nach rund 2 Wochen normal nutzbar. Eine Ansaat derselben Fläche braucht 8 bis 10 Wochen bis zu vergleichbarer Belastbarkeit, kostet beim Material aber nur einen Bruchteil. Sie kaufen also keine bessere Fläche, sondern Zeit. Was Saatgut für 200 m² kosten würde →
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Bernd Sattler schreibt bei Rasensaison über die Praxis: mähen, wässern, düngen, vertikutieren, nachsäen. Er beantwortet die Fragen, die im Garten wirklich auftauchen, und nennt lieber eine Menge in Millimetern als einen Ratschlag ohne Maß.