Saatgut-Rechner · Richtwerte

Rasensamen für 300 m²: Menge, Packungen und Kosten

Für eine Neuanlage auf 300 Quadratmetern brauchen Sie rund 6,0 bis 7,5 kg Rasensamen, für eine Nachsaat in eine vorhandene Narbe etwa 3,0 bis 4,5 kg. Was diese Größe in der Praxis bedeutet, steht unter der Tabelle; für abweichende Mengen je m² rechnen Sie im Rechner weiter.

Saatgutmenge für 300 m² im Überblick

AussaatartMenge je m²Für 300Mit 10 % Puffer
Neuanlage, untere Kante20 g6,00 kg6,60 kg
Neuanlage, obere Kante25 g7,50 kg8,25 kg
Nachsaat, untere Kante10 g3,00 kg3,30 kg
Nachsaat, obere Kante15 g4,50 kg4,95 kg

Übliche Packungsgrößen im Handel: 1 kg · 2 kg · 2,5 kg · 5 kg · 10 kg. Für eine Neuanlage auf 300 m² sind das bei 22 g/m² und Puffer 3 Packungen zu 2,5 kg.

Aussaatmengen als Orientierung nach FLL-Regel-Saatgut-Mischungen (RSM) und gängiger Ansaatpraxis: Neuanlage 20 bis 25 g/m², einzelne Anbieter nennen bis 30 g/m²; Nachsaat 10 bis 15 g/m². Maßgeblich ist die Packungsangabe der jeweiligen Mischung.

Was 300 m² in der Praxis bedeuten

Dreihundert Quadratmeter sind ein großer Hausgarten oder das Grundstück am Ortsrand. Bei dieser Fläche lohnt sich der Blick auf den Saatguteinkauf im Großgebinde: Zehn-Kilo-Säcke kosten je Kilogramm deutlich weniger als Kleinpackungen, und die berechnete Menge liegt für eine Neuanlage in einer Größenordnung, in der sich das rechnet. Prüfen Sie beim Großgebinde besonders sorgfältig die RSM-Bezeichnung und das Abfülldatum — Rasensamen verliert mit den Jahren an Keimfähigkeit, und Großgebinde stehen im Handel länger.

Bei dreihundert Quadratmetern wird die Frage nach der Mischung wichtiger als bei jeder kleineren Fläche, weil sich der Standort über eine so große Fläche fast immer ändert. Der Streifen an der Hauswand liegt im Schatten, die Mitte in der vollen Sonne, die Ecke hinter dem Schuppen bleibt nach Regen lange nass. Eine einzige Mischung für alles führt dazu, dass ein Teil der Fläche dauerhaft schwächelt. Rechnen Sie die Teilflächen getrennt und kaufen Sie für den Schattenbereich eine Schattenrasen-Mischung. Der Aufpreis ist gering, der Unterschied nach zwei Jahren deutlich.

Die Keimphase ist auf dieser Größe der kritische Punkt der ganzen Anlage. Drei bis vier Wochen lang täglich dreihundert Quadratmeter feucht zu halten, bedeutet je nach Regner mehrere Stunden Laufzeit pro Tag und einen Wasserverbrauch, der auf der Jahresrechnung sichtbar wird. Ein Bewässerungscomputer, der früh am Morgen mehrere Sektoren nacheinander ansteuert, ist hier keine Spielerei, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Saat gleichmäßig aufläuft. Und es ist die Fläche, ab der es sich wirklich lohnt, vor dem Saatgutkauf zu prüfen, ob im eigenen Kreis eine Wasserentnahme-Beschränkung gilt.

Eigene Werte für 300 m² durchrechnen

Weicht die Packungsangabe Ihrer Mischung von den Richtwerten ab, tragen Sie sie hier ein. Die Fläche ist bereits gesetzt.

Saatgut benötigt6,60 kg
Mit 10 % Puffer7,26 kg
Menge je m²22 g

Für 300 Neuanlage brauchen Sie bei 22 g/m² rund 6,60 kg Rasensamen. Die Empfehlungsspanne für diese Aussaatart liegt bei 20 bis 25 g/m², also 6,00 bis 7,50 kg (einzelne Anbieter nennen bis 30 g/m² für ihre Mischung).

Kalkulieren Sie 0,66 kg Puffer ein, also rund zehn Prozent. An Rändern und Kanten geht Saat verloren, und vier Wochen nach der Aussaat zeigt sich fast immer eine Stelle, die nachgebessert werden will. Eine angebrochene Packung dafür übrig zu haben ist billiger als eine zweite zu kaufen.

Mehr Saat bringt keine dichtere Narbe: Zu dicht stehende Keimlinge konkurrieren um Licht und Wasser und sind anfälliger für Pilzdruck. Maßgeblich ist die Packungsangabe Ihrer Mischung. So gehen Sie beim Säen vor →

Alle Ergebnisse sind Richtwerte auf Basis offengelegter Faustregeln, keine Gartenbau-Beratung. Maßgeblich bleiben die Packungsangabe des Produkts, ein Bodentest und die örtlichen Gegebenheiten. Die Berechnung läuft in Ihrem Browser; Eingaben werden nicht gespeichert.

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Gärtnermeister & Rasenpflege-Experte

Bernd Sattler schreibt bei Rasensaison über die Praxis: mähen, wässern, düngen, vertikutieren, nachsäen. Er beantwortet die Fragen, die im Garten wirklich auftauchen, und nennt lieber eine Menge in Millimetern als einen Ratschlag ohne Maß.

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